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| | Öchsle - Ein Reifemaß
Zu Anfang des Spätsommers beginnen die Winzer und auch die örtlichen Behörden mit dem Messen des Zuckergehaltes in den Trauben. Der Zucker
ist der Maßstab für die Reife, und er bestimmt das Mostgewicht, das in Öchslegraden
ausgedrückt wird. Öchslegrade werden mit einem Refraktometer gemessen, einem
thermometerähnlichen Gerät, mit dem das spezifische Gewicht des Mostes mit dem
des
Wassers verglichen wird. Mit dieser Methode kann man den potentiellen Alkoholgehalt des
fertigen Weins gut einschätzen. Ein Beispiel: Wenn das spezifische Gewicht des Mostes 1080
beträgt, hat er 80 Grad Öchsle. Nach der vollständigen Gärung wird der Wein dann
ungefähr 80 Gramm reinen Alkohol pro Liter enthalten,was wiederum einem Alkoholvolumen von
etwa 10 Prozent entspricht. Damit sich ein Wein als Qualitätswein b, A, qualifizieren kann, muss
die Reife der Trauben mindestens 50 bis 60 Öchslegrade erreichen - je nach Traubensorte
und Anbaugebiet. Prädikatsweine müssen deutlich höhere Mostgewichte aufweisen: Alles rund um Wein: Rotwein, Weisswein, Anbaugebiete, Rebsorten ... gastronomie-hotellerie.de/wein
">
Prädikatswein
Grad Öchsle
| Kabinet |
ab 67° |
| Auslese |
ab 83° |
| Trockenbeerenauslese |
ab 150° |
| Beerenauslese |
ab 110° |
| Spätlese |
ab 76° |
Absolute Spitzenweine erreichen sogar 200' und mehr.
Die verschiedenen Rebsorten werden zu unterschiedlichen Zeiten reif: der Müller-Thurgau
(Rivaner) ungefähr Ende September, der Riesling Mitte bis Ende Oktober oder November. Das hängt einmal vom
Wetter ab, zum anderen vom Weinberg (Kleinklima und Bodenbeschaffenheit). Letztlich
bestimmt der Winzer, wie lange er es riskieren kann, seine Trauben am Rebstock hängen
zulassen. Will er Trauben für einen QbA oder eine Spätlese ernten oder sogar für eine Beeren-
oder Trockenbeerenauslese? Ein plötzlicher Frost oder eine lange Regenperiode könnten die Ernte
zerstören.
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